thomas.konradi

Apoll von Belvedere

Apoll von Belvedere

Original aus Marmor; Rom, Vatikanische Museen
Römische Kopie nach griechischem Vorbild um 330 v. Chr.
Gefunden kurz vor 1500 in der Nähe von Antium
Abguss 1898 erworben, als Ersatz für alten Abguss von 1775

 

Der Apoll von Belvedere galt Winckelmann als „das höchste Ideal der Kunst unter allen Werken des Altertums“. Denn „sein Auge ist voll Süßigkeit […] und die einzelnen Schönheiten der übrigen Götter treten hier wie bei der Pandora in Gemeinschaft zusammen“. Wie beim Torso von Belvedere schlägt sich auch in der Beschreibung dieser Statue Winckelmanns Kenntnis der griechischen Mythologie nieder. Für ihn zeigt der Apoll von Belvedere den Gott im Moment des Sieges über das Ungeheuer Python.

Apoll von Belvedere Weiterlesen »

Kunstwerke beschreiben: Winckelmann im Belvedere

Die erste Arbeit, an welche ich mich in Rom machte, war, die Statuen im Belvedere, nämlich den Apollo, den Laokoon, den so genannten Antinous und diesen Torso, als das Vollkommenste der alten Bildhauerei, zu beschreiben.

Mit seiner Übersiedlung nach Rom im Herbst 1755 bekam Winckelmann die Möglichkeit, antike Skulpturen im Original zu studieren. Die Autopsie der Statuen unterschied Winckelmann von den „Scribenten“, den Büchergelehrten seiner Zeit. Eine besondere Stellung nahmen für ihn die Skulpturen des Belvedere-Hofes im Vatikan ein, die Winckelmann für das „Vollkommenste der alten Bildhauerei“ hielt. Seine Beschreibungen der Belvedere-Statuen verfeinerte Winckelmann über mehrere Jahre. Bei den Endfassungen, welche in der 1764 erschienenen Geschichte der Kunst des Altertums veröffentlicht wurden, handelt es sich weniger um wissenschaftliche Texte als um literarische Werke.

Kunstwerke beschreiben: Winckelmann im Belvedere Weiterlesen »

Johann Joachim Winckelmann

Johann Joachim Winckelmann

Bildnisbüste von Friedrich Wilhelm Doell (1750 – 1816) Original aus Bronze, gegossen von Luigi Valadier; Kassel, Antikensammlung
Abguss wohl von 1917

Der spätere Gothaer Hofbildhauer Doell hielt sich nach dem Studium in Paris 1777 längere Zeit in Rom auf und schuf dort – neun Jahre nach dem Tode Winckelmanns, den er selbst nie gesehen hatte – eine Marmorbüste des Gelehrten. Eine Bronzeversion dieses Bildnisses wurde 1778 dem Landgrafen von Hessen-Kassel verehrt. Trotz der postumen Entstehung und der klassizistischen Formensprache gilt Doells Büste als besonders treffendes Bildnis Winckelmanns in seinen letzten Lebensjahren

Johann Joachim Winckelmann Weiterlesen »

Nach oben scrollen